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Alan Bradley „Flavia de Luce – Mord im Gurkenbeet“

22. Januar 2010

Mord im Gurkenbeet

Flavia de Luce ist elf Jahre alt, besessen von Giften und im ständigen Streit mit ihren beiden älteren Schwestern. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten in ihrem Chemielabor und in der Bibliothek. Der Vater der drei Schwestern beschäftigt sich fast ausschließlich mit seiner Briefmarkensammlung und den Erinnerungen an seine Frau, die starb, als Flavia noch sehr klein war. Die de Luces leben seit undenklichen Zeiten auf Buckshaw in Großbritannien.

Gerade als Flavia damit beschäftigt ist, die Wirkung eines hautreizenden Giftes im Lippenstift ihrer älteren Schwester zu dokumentieren, ereignet sich ein Mord. Es ist Flavia, die den rothaarigen Sterbenden mitten im Gurkenbeet entdeckt, der ihr gerade noch das lateinische Wort „vale“ entgegenhauchen kann, ehe er endgültig im Beet verendet.

Als ihr Vater des Mordes verdächtigt wird, beschließt Flavia, der Sache auf den Grund zu gehen. Auf der Suche nach dem wahren Mörder, erlangt sie nicht nur Erfahrung im Umgang mit kriminalistischen Ermittlungsmethoden, ihr Pfad zum Mörder führt sie auch bis in die Kindheit ihres Vaters zurück. Was ist damals auf dem Internat ihres Vaters wirklich geschehen? Wer war verantwortlich für den Tod seines Hauslehrers? Welche Rolle spielt ihr treuer Gärtner / Chauffeur / Butler?

Natürlich wird Flavia diesen Fall lösen und sich damit nicht nur den Respekt, sondern auch den Ärger des ermittelnden Polizeiinspektors einhandeln.

„Flavia de Luce – Mord im Gurkenbeet“ ist der Auftakt zu einer mehrbändigen Krimiserie, die mit höchster Wahrscheinlichkeit bald sehr viele Fans zählen wird.

Flavia ist witzig, kauzig, clever und sehr erfindungsreich, was bei ihrer schrulligen Familie auch kein Wunder ist! Ich habe das Buch innerhalb kürzester Zeit regelrecht verschlungen. Man kann es wirklich kaum erwarten, den nächsten Band in den Händen zu halten, um zu sehen, wie sich Flavias detektivische Fähigkeiten weiterentwickeln und welche gemeinen Rachepläne sie für die Schwestern ersinnen wird.

Obwohl der Autor aus Kanada kommt, schafft er es, eine typisch britische Krimiatmosphäre zu schaffen. Es bleibt zu hoffen, dass die folgenden Romane genauso wunderbar werden, wie dieser unglaublich erfrischende Erstlingsroman.

Bewertung: unbedingt lesen!