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Jason Starr „Stalking“

4. Februar 2010

Peter Wells ist verliebt. Verliebt in die junge, unsichere Katie, die gerade ihren ersten Job in New York angenommen hat und die er schon aus Kindertagen kennt. Leider weiß Katie nichts von dieser Liebe, denn sie datet gerade Andy, der wiederum nur daran denken kann, Katie ins Bett zu bekommen. Peter hingegen hat sich die Zukunft mit Katie schon sehr genau vorgestellt. Welch ein Glück für ihn, dass Andy kurz darauf erstochen aufgefunden wird. Die Polizei tappt im Dunkeln, Katie weint sich bei Peter aus und Peter sieht sich am Ziel seiner Vorstellungen.

Als er Katie kurz darauf einen Heiratsantrag macht, bemerkt selbst die hysterische Katie, dass Peter Wells ein ausgesprochen großes Problem hat. Sie beschließt ihn zu ignorieren. Peter dagegen sieht Katies Reaktion ganz anders. Schließlich ist er sich sicher, dass sie ihn genauso liebt wie er sie.

Durch die ersten hundert Seiten dieses Buches musste ich mich regelrecht hindurchquälen. Kein einziger der Charaktere ist liebenswert oder auch nur annähernd sympathisch. Bei Andy und seinen Freunden geht es nur ums Vögeln und Saufen, Katie ist unsicher, hysterisch und abhängig von der Meinung anderer. Die Sprache der jüngeren Charaktere ist furchtbar pseudojugendlich.

Einzig eindrucksvoll fand ich die Beschreibung der krankhaften Psyche Peter Wells‘ und die Art, wie er die Treffen mit Katie für sich bewertet. Wie sehr sich diese also von der Realität unterscheiden.

Unglücklicherwiese wiegt das weder die unangenehmen Charaktere noch die erheblichen Längen des Buches auf.

Bewertung: Jason Starr mag ja vielleicht bessere Bücher geschrieben haben, aber ich brauche dringend eine Person im Buch, die mir wenigstens etwas sympathisch erscheint – nicht sehr lesenswert.