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„Mädchenmörder“ Thea Dorn

3. Mai 2010

Julia wurde 10 Tage lang von einem brutalen Vergewaltiger und Mörder durch halb Europa verschleppt. Nachdem sie wieder zu Hause ist, wird sie zunächst als Überlebende und Heldin gefeiert. Doch dann wittern die Medien eine bessere Story. Warum konnte Julia nicht entfliehen? Die Chancen dazu hatte sie scheinbar.  Fiel sie dem Stockholm-Syndrom zum Opfer? Julia beschließt, ihre Erfahrungen in Form eines Buches wiederzugeben. Sie will nichts als die reine Wahrheit berichten. Doch ist das wirklich die Wahrheit?

Das Buch beginnt mit dem Bericht des Entführungsopfers Julia. Sie beschreibt, wie sie gequält und verschleppt wurde und wie ihr Peiniger immer wieder Mädchen tötet. Man fragt sich bald, ob sie nicht doch die Chance gehabt hätte zu entkommen. Dann erfährt man die schockierende Wahrheit.

Teils schockierend und dann wieder lapidar liest man diese grausame Entführungsstory. Man beginnt sich zu fragen, wie man selbst in dieser Situation gehandelt hätte. Ich war hin und her gerissen zwischen Skepsis und Mitleid. Bis das Buch eine wirklich kranke Wendung nimmt.

Leider kann ich an dieser Stelle nicht mehr verraten. Das Buch hat mich sehr gefesselt und ich habe es in kürzester Zeit ausgelesen.

Fazit: Unbedingt empfehlenswert für alle, die Thriller mögen und sich auch gern auf kranke Psychen einlassen.

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