Archive for August 2010

„Hilflos“ Barbara Gowdy

30. August 2010

Ron ist Mechaniker und verliebt. Seine Liebe gilt der neunjährigen Rachel. Er beobachtet sie. Folgt ihr nach Hause und richtet ihr schließlich ein Zimmer in seinem Keller ein. Immer wieder betet er sich vor, wie schlecht es der Kleinen geht, dass ihre Mutter sich nicht genug um sie kümmert und dass er die Kleine nur beschützen will. Durch einen Zufall entführt er das Kind und bringt sie in seinen Keller. Er will, dass sie ihn liebt. Er will auch, dass sie ihn umarmt….. wie eine Tochter den Vater umarmt… versucht er sich einzureden. Acht Tage bleibt das Mädchen bei ihm. Acht Tage kämpft Ron gegen seine pädophile Neigung an.

Berührend und erschreckend zugleich schildert Barbara Gowdy den Kampf eines Mannes gegen sich selbst. Sie beschreibt die Gedanken und Gefühle des Täters, des Opfers und der Angehörigen, ohne ein  Urteil zu fällen.

Fazit: Gowdy erzählt die Geschichte einer Entführung. „Hilflos“ ist ein guter Titel, da sie von der Hilflosigkeit aller Beteiligten berichtet: die Hilflosigkeit des entführten Mädchens, die der Mutter und sogar die des Entführers. Undbedingt lesen!

„Sams Briefe an Jennifer“ James Patterson

30. August 2010

Jennifer hat ihre große Liebe durch einen Unfall verloren. Seitdem hat sie sich in sich zurückgezogen und kann einfach nicht glauben, dass das Leben noch Freude für sie bereithält. Einziger Lichtblick ist Ihre Großmutter Sam, die schon immer Jennifers engste Vertraute war. Als Sam aber durch einen Sturz ins Koma fällt, scheint alle Freude in Sams Leben verschwunden zu sein. In ihrer Großmutter Haus findet sie Briefe, die Sam ihr schrieb. Diese Briefe sollen Sam’s Geschichte erzählen und Jennifer den Glauben an die Liebe zurückgeben.

Dieses Buch zeigt, dass man sich einfach nicht auf Bestseller-Listen verlassen kann. Die Idee ist gut, aber die Umsetzung driftet arg ins Kitschige ab. Schade eigentlich.

Fazit: Naja… mein Fall war es nicht. Aber Fans rührender Liebesgeschichten wird das Buch gefallen.