„Hilflos“ Barbara Gowdy

Ron ist Mechaniker und verliebt. Seine Liebe gilt der neunjährigen Rachel. Er beobachtet sie. Folgt ihr nach Hause und richtet ihr schließlich ein Zimmer in seinem Keller ein. Immer wieder betet er sich vor, wie schlecht es der Kleinen geht, dass ihre Mutter sich nicht genug um sie kümmert und dass er die Kleine nur beschützen will. Durch einen Zufall entführt er das Kind und bringt sie in seinen Keller. Er will, dass sie ihn liebt. Er will auch, dass sie ihn umarmt….. wie eine Tochter den Vater umarmt… versucht er sich einzureden. Acht Tage bleibt das Mädchen bei ihm. Acht Tage kämpft Ron gegen seine pädophile Neigung an.

Berührend und erschreckend zugleich schildert Barbara Gowdy den Kampf eines Mannes gegen sich selbst. Sie beschreibt die Gedanken und Gefühle des Täters, des Opfers und der Angehörigen, ohne ein  Urteil zu fällen.

Fazit: Gowdy erzählt die Geschichte einer Entführung. „Hilflos“ ist ein guter Titel, da sie von der Hilflosigkeit aller Beteiligten berichtet: die Hilflosigkeit des entführten Mädchens, die der Mutter und sogar die des Entführers. Undbedingt lesen!

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Eine Antwort to “„Hilflos“ Barbara Gowdy”

  1. Phil Osov Says:

    Vielen Dank für die gut geschriebene, flüssig zu lesende und informative Buchrezension!

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