Archive for the ‘Krimi’ Category

Andrea Camilleri „Die Tage des Zweifels“

21. Dezember 2014

camilleriCommissario Montalbano rettet auf dem Weg ins Kommissariat die junge, jedoch nicht sehr ansehnliche Vanna, die auf dem Weg zum Hafen ist. Dort wolle sie ihre Tante auf deren Boot besuchen.

Kurz darauf wird ein Leichenfund gemeldet. Eine Yacht namens „Vanna“ nahm die Leiche am Ausgang des Hafens an Bord. Das Gesicht der Leiche ist unkenntlich gemacht. Wer ist die männliche Leiche? Warum heißt die Yacht so wie die Kleine? Warum stutzt die Tante bei der Frage nach ihrer angeblichen Nichte?

Montalbano ist sich sicher, dass da mehr dahinter steckt. Vielleicht kann ihm ja die wunderschöne Laura von der Hafenbehörde behilflich sein, in die er sich beim ersten Anblick verliebt. Was ist nur mit ihm los? Ist er nicht zu alt für so etwas? Und ist das Livia, seiner Verlobten, gegenüber fair?

Zwischen Liebe und Ermittlung läuft Monalbano wieder einmal zur Höchstform auf. Es ist eine wahre Freude, dem Commissario auf seiner Spur zu folgen. Er schlägt sich mit nervigen Vorgesetzten und schrägen Mitarbeitern herum, überredet seinen Vize zu erotischen Ermittlungen und wird völlig hilflos, wenn es darum geht, Frauen zu verstehen. Herrlich! Camilleri hat meinen liebsten Ermittler erfunden und ich hoffe, dass noch viele Fälle folgen werden. Ich kann bedenkenlos jeden Fall von Montalbano empfehlen.

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„Die Chemie des Todes“ Simon Beckett

31. März 2010

David Hunter ist Landarzt in einer kleinen Gemeinde in England. Dort kümmert er sich vor allem um Kinderkrankheiten und die Gesundheitsprobleme der älteren Bevölkerung. Als an einem heißen Sommertag eine stark verweste Frauenleiche gefunden wird, holt ihn jedoch seine Vergangenheit ein. David Hunter war vor Jahren Englands berühmtester Rechtsmediziner, der sich aber nach dem Tod seiner Familie in die Abgeschiedenheit zurückzog. Nun ist seine Mitarbeit gefragt, als noch mehr Frauen verschwinden. David soll herausfinden, wie lange und wo diese Frauen festgehalten werden. Die Zeit wird knapp, als auch seine Freundin verschwindet und die Dorfbewohner unter der Fuchtel des Pfarrers selbst David Hunter als möglichen Täter in Verdacht haben.

Die Idee, dass jemand sein Leben aufgrund des Todes der Familie komplett ändert, ist leider nicht neu. Wahrscheinlich gibt es wohl sonst auch keinen plausiblen Grund, für solch eine gravierende Veränderung. Wer weiß….

Der Roman an sich ist spannend geschrieben. Ich las ihn vor allem, weil mir das Cover so gut gefiel. Die Schlichtheit der Umschlaggestaltung und die riesigen Werbetafeln, die ich letztes Jahr für „Die Chemie des Todes“ sah, haben mich schon schwer beeindruckt. Schwer beeindruckt hat mich das Buch zwar nicht, aber es war trotzdem keine verlorene Zeit, es zu lesen. Die Charaktere sind solide, der Schreibstil ansprechend und die Story anregend aufgebaut.

Ich habe schon relativ früh eine Person im Verdacht gehabt, was sich dann auch bestätigte. Jedoch nur zum Teil.

Fazit: Lesenswert.