Archive for the ‘Uncategorized’ Category

Mathias Malzieu „Die Mechanik des Herzens“

9. Februar 2013

mechanikAm 16. April 1874 wird Jack in der kältesten Nacht der Welt in Edinburgh geboren. Die Hebamme Madeleine, die ihn entbindet, bemerkt sofort sein schwaches Herz. Madeleines Talent ist es, Menschen zu reparieren und somit beschließt sie, eine Kuckucksuhr in Jake’s Brust zu bauen, um seinen Herzschlag zu unterstützen. Jack wächst, nachdem seine Mutter kurz nach seiner Geburt verschwand, bei Madeleine auf. Eine Sache lässt ihn seine Ziehmutter nicht vergessen: Er darf sich nicht verlieben, da extreme Gefühle die Mechanik seines Herzens zerstören könnten und  Jack damit sterben würde.

Jack verliebt sich natürlich… Ob er überlebt? Ein wirklich hübsches Märchen mit besonders schönen Worten. Ein wenig erinnert es an Steampunk. Ich habe es sehr schnell durchgelesen, war jedoch vom schwachen Ende enttäuscht. Mir war das Ganze zu abrupt.

Fazit: Wer schöne Worte und sprachliche Bilder mag, liegt mit diesem Roman völlig richtig. Mir hat er auch gefallen – bis auf den sonderbaren Schluss.

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„Frostfeuer“ Kai Meyer

14. November 2012

BildMaus lebt und arbeitet seit ihrer Geburt im Hotel Aurora in St. Petersburg. Von ihr aus könnte das auch immer so sein, drängt es sie doch nicht hinaus in die Welt. Doch dann taucht plötzlich die Zauberin Tamsin auf, die einen Teil des Herzens der Schneekönigin gestohlen hat, und Maus nun darum bittet, ihr im Kampf gegen die Schneekönigin zu helfen. Schnell wird Maus klar, dass es nicht immer so einfach ist, sich für das Richtige zu entscheiden. Dabei erfährt sie aber, wer sie selbst ist und welcher Mut doch in ihr steckt!

Wunderbar kurzweilig geschrieben habe ich diese Buch bereits zum zweiten Mal gelesen. Kai Meyer schafft es immer wieder, Realität und Fantasie so zu verweben, dass es mir völlig logisch und natürlich vorkommt.

Fazit: Ein schönes Märchen für kalte Herbsttage unter der Decke – absolut empfehlenswert!

„Hilflos“ Barbara Gowdy

30. August 2010

Ron ist Mechaniker und verliebt. Seine Liebe gilt der neunjährigen Rachel. Er beobachtet sie. Folgt ihr nach Hause und richtet ihr schließlich ein Zimmer in seinem Keller ein. Immer wieder betet er sich vor, wie schlecht es der Kleinen geht, dass ihre Mutter sich nicht genug um sie kümmert und dass er die Kleine nur beschützen will. Durch einen Zufall entführt er das Kind und bringt sie in seinen Keller. Er will, dass sie ihn liebt. Er will auch, dass sie ihn umarmt….. wie eine Tochter den Vater umarmt… versucht er sich einzureden. Acht Tage bleibt das Mädchen bei ihm. Acht Tage kämpft Ron gegen seine pädophile Neigung an.

Berührend und erschreckend zugleich schildert Barbara Gowdy den Kampf eines Mannes gegen sich selbst. Sie beschreibt die Gedanken und Gefühle des Täters, des Opfers und der Angehörigen, ohne ein  Urteil zu fällen.

Fazit: Gowdy erzählt die Geschichte einer Entführung. „Hilflos“ ist ein guter Titel, da sie von der Hilflosigkeit aller Beteiligten berichtet: die Hilflosigkeit des entführten Mädchens, die der Mutter und sogar die des Entführers. Undbedingt lesen!

„Sams Briefe an Jennifer“ James Patterson

30. August 2010

Jennifer hat ihre große Liebe durch einen Unfall verloren. Seitdem hat sie sich in sich zurückgezogen und kann einfach nicht glauben, dass das Leben noch Freude für sie bereithält. Einziger Lichtblick ist Ihre Großmutter Sam, die schon immer Jennifers engste Vertraute war. Als Sam aber durch einen Sturz ins Koma fällt, scheint alle Freude in Sams Leben verschwunden zu sein. In ihrer Großmutter Haus findet sie Briefe, die Sam ihr schrieb. Diese Briefe sollen Sam’s Geschichte erzählen und Jennifer den Glauben an die Liebe zurückgeben.

Dieses Buch zeigt, dass man sich einfach nicht auf Bestseller-Listen verlassen kann. Die Idee ist gut, aber die Umsetzung driftet arg ins Kitschige ab. Schade eigentlich.

Fazit: Naja… mein Fall war es nicht. Aber Fans rührender Liebesgeschichten wird das Buch gefallen.

„Großmama packt aus“ Irene Dische

5. Juni 2010

Irene Discher übernimmt in diesem Buch dir Rolle ihrer Großmutter Elisabeth und schildert deren Leben aus deren oftmals sehr drastischen und politisch nicht immer korrekten Sichtweise. Als gläubige Katholikin ist sie sich ihrer Sünden oftmals sehr bewusst und spart auch nicht an Kritik an ihrer Familie. Ihre Tochter ist zu intelligent und ihre Enkelin sieht furchtbar jüdisch aus. Großmama erzählt ihre Geschichte vom Ende das ersten Weltkrieges an. Sie erlebt das Nazi-Regime, wandert in die USA aus und baut sich mit Mann und Tochter ein neues Leben auf. Gern verschweigt sie die jüdische Herkunft ihres Mannes, da sie Juden eigentlich gar nicht mag. Ihre Tochter geht nicht den von ihr geplanten Weg und die Enkelin macht erst recht nicht, was Großmama will. Aber Großmama hat immer noch einen Plan oder ein schnelles Stoßgebet zu Gott.

Irene Dische gelingt es, die Geschichte ihrer Familie wunderbar kurzweilig zu schildern. Anfangs ärgert man sich noch, über die verqueren Ansichten der Großmutter, aber je länger man liest, desto mehr mag man diese Frau, die schon sehr viel mit einem Feldwebel gemein hat.

Fazit: Sehr empfehlenswert! Manchmal tragisch und oft komisch schafft es dieses Buch, ungemein zu fesseln!

„Mädchenmörder“ Thea Dorn

3. Mai 2010

Julia wurde 10 Tage lang von einem brutalen Vergewaltiger und Mörder durch halb Europa verschleppt. Nachdem sie wieder zu Hause ist, wird sie zunächst als Überlebende und Heldin gefeiert. Doch dann wittern die Medien eine bessere Story. Warum konnte Julia nicht entfliehen? Die Chancen dazu hatte sie scheinbar.  Fiel sie dem Stockholm-Syndrom zum Opfer? Julia beschließt, ihre Erfahrungen in Form eines Buches wiederzugeben. Sie will nichts als die reine Wahrheit berichten. Doch ist das wirklich die Wahrheit?

Das Buch beginnt mit dem Bericht des Entführungsopfers Julia. Sie beschreibt, wie sie gequält und verschleppt wurde und wie ihr Peiniger immer wieder Mädchen tötet. Man fragt sich bald, ob sie nicht doch die Chance gehabt hätte zu entkommen. Dann erfährt man die schockierende Wahrheit.

Teils schockierend und dann wieder lapidar liest man diese grausame Entführungsstory. Man beginnt sich zu fragen, wie man selbst in dieser Situation gehandelt hätte. Ich war hin und her gerissen zwischen Skepsis und Mitleid. Bis das Buch eine wirklich kranke Wendung nimmt.

Leider kann ich an dieser Stelle nicht mehr verraten. Das Buch hat mich sehr gefesselt und ich habe es in kürzester Zeit ausgelesen.

Fazit: Unbedingt empfehlenswert für alle, die Thriller mögen und sich auch gern auf kranke Psychen einlassen.

Zwischenbemerkung II

24. April 2010

“Strategie” von Adam Thirlwell

Die Blumenthals waren Helden. Sie beide hatten Auschwitz überlebt. Aber sie waren auch Rassisten. Sie mochten Schwarze nicht. Und das setzte Papa einleuchtenderweise matt. Er wusste nicht, was er denken sollte. Sie waren heldenhaft und verachtenswert.

„Krieg der Schnecken“ Sue Townsend

15. April 2010

Sue Townsend fasst in diesem Buch ihre Kolumnen für das Sainsbury´s Magazine zusammen. Sie, eine Frau um die 50, berichtet von Schwierigkeiten des Alltags im Allgemeinen und von Problemen einer Autorin im Besonderen. Sie berichtet von körperlichen Gebrechen, verzweifelten Weihnachtseinkäufen und ihrem privaten Feldzug gegen die Schneckenarmee, die sich hartnäckig in ihrem Garten hält.

Diese Buch eignet sich hervorragend für kurze Fahrten in der Tram oder im Bus. Man sollte nur aufpassen, dass man nicht zu laut lacht, da die Mitreisenden sonst denken könnten, man wäre wunderlich. Ha, eigentlich auch egal!

„Krieg der Schnecken“ ist witzig, tragisch und stimmt einen manchmal nachdenklich. Spannend fand ich vor allem, in die Gedankenwelt einer reiferen Frau einzutauchen und sich vorzustelllen, wie man selbst in diesem Alter sein wird.

Fazit: Bitte lesen und mir dann mitteilen, was ihr davon haltet, da ich sehr gemischte Meinungen zu diesem Buch las. Ich finde, Sue Townsend rockt!

Zwischenbemerkung I

14. April 2010

„Strategie“ von Adam Thirlwell

Oft ist es langweilig, gar banal, wenn Menschen ihrem Partner das erste Mal begegnen.Manche Menschen haben damit Schwierigkeiten. Oft ist es einfach zu banal. Das ist vor allem für Menschen schwierig, die an großartige Dinge wie Bestimmung, Schicksalsfügung und Seelenverwandtschaft glauben.

Zwischenbemerkung

31. März 2010

Ich lese gerade ein Buch so nebenher. Immer nur ca. 15-20 Seiten am Tag. In diesem Buch stehen viele Dinge, über die ich mir dann meine Gedanken mache und die mir manchmal auch sehr wahr vorkommen. Ich werde deshalb einige Bemerkungen aus diesem Roman hier zwischenschieben.

„Strategie“ von Adam Thirwell

„Genau, wie man nicht weiß, wie der eigene Magen aussieht, so wenig weiß man auch, wie die eigenen Gefühle aussehen. Dass man nicht weiß, wie der eigene Magen aussieht, liegt an der Haut darüber. Dass man nicht weiß, wie die eigenen Gefühle aussehen, liegt an der eigenen Eitelkeit und einer Anzahl anderer Ursachen. Um das Problem der Haut zu umgehen, haben wir Anatomiebücher. Um das Problem der Eitelkeit und anderer Ursachen zu umgehen, haben wir Romane.“